Mysore Style

Yogazentrum Pureyoga e.U.
at 18/10/2020 08:00-10:00 o'clock (120 min)
Address: Einwanggasse 12, 1140 Wien
Price: 0.00 €
Class is fully booked

About

Achtung: Auch für alle Einheiten, die im Studio stattfinden, musst du dich rechtzeitig über „Jetzt teilnehmen“ anmelden um dir deinen Platz im Übungsraum zu reservieren.

Aufgrund der derzeitigen Bestimmungen gibt es nur eine sehr begrenzte Anzahl an Plätzen, melde dich daher bitte schon rechtzeitig an!

Stundenbeschreibung:

In den Mysore Style Einheiten können wir dich ganz individuell unterstützen, dein Üben an deine persönlichen Ziele und Möglichkeiten anpassen, nicht nur in deiner Asana Practice, hier haben wir auch die Möglichkeit, wenn du willst, dich ganz individuell in Pranayama weiter zu führen oder für dich hilfreiche Kriyas und weitere Yogapraktiken zu integrieren.

Mysore Style ist die traditionelle Unterrichtsmethode, wie auch im K.P.J. Ashtanga Yoga Institute in Mysore, Indien immer schon unterrichtet wurde. Jede(r) SchülerIn praktiziert individuell im eigenen Rhythmus unter Beobachtung des Lehrenden die Übungsabfolge so weit sie ihm/ihr von seinem/ihrem Lehrer bereits „gegeben“ wurde. Der Lehrer greift nur zur Korrektur ein, wenn in Ablauf oder in der Ausführung einer Übung Fehler gemacht werden, die Übungen noch nicht „sauber“ ausgeführt werden oder zur Hilfestellung bei schwierigeren Asanas. Der/die SchülerIn „bekommt“ vom Lehrer das nächste Asana erst, wenn das vorhergehende zu einem vernünftigen Grad beherrscht wird. So wird schrittweise, dem tatsächlichen individuellen Fortschritts des einzelnen Schülers entsprechend, die gesamte Serie langsam aufgebaut (siehe auch „Abfolge der Asanas“). Auf diese Weise können SchülerInnen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen und Fähigkeiten gleichzeitig nebeneinander praktizieren, jeder im individuellen Rhythmus und eigenen Schwierigkeitsgrad. Idealerweise besucht man vorher einen AnfängerInnenkurs, aber ambitionierte AnfängerInnen können auch direkt mit Mysore Style beginnen, wie es in Indien auch Tradition ist. Um in Mysore Style mit Yoga zu beginnen, ist anfangs wirkliche Regelmässigkeit notwendig (mindestens 2 x die Woche für die ersten 10 Einheiten). Bei AnfängerInnen zeigt und erklärt der Lehrer dem Schüler die Sonnengrüße, die ersten Asanas und deren Abfolge, diese werden dann wiederholt, bis der Schüler sie selbstständig beherrscht.

Die Vorteile vom Mysore Style

Jeder Schüler praktiziert in seinem eigenen Rhythmus abgestimmt seine individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten. Da der Schüler die Abfolge seiner Praxis selbst kennt und unabhängig vom Lehrer übt, greift der Lehrer nur ein, wenn es nötig ist. So gibt es weniger Ablenkung und der Schüler kann sich ganz auf sich selbst, seine Übungen, seine Atmung und seine Drishtis und Bandhas konzentrieren und auf sein Inneres fokussieren. Für Asanas mit denen der Schüler Probleme hat, hat er Zeit, diese wiederholt zu probieren und zu vertiefen und wird diese entsprechend früher meistern Durch Mysore Style ist eine individuelle Praxis im selben Yoga Kurs für jeden Schüler, unabhängig von Vorkenntnis, Kraft, Flexibilität, Motivation und Hingabe möglich In den Mysore Style Einheiten haben wir auch die Möglichkeit dich neben den Asanas auch in anderen, ganz individuell auf dich abgestimmte und dich unterstützende Yoga Praktiken wie Pranayama, Kryas etc. weiterzuführen. Der Beginn der Mysore Style Stunden ist fließend. Man muss nicht zu Beginn der Einheit pünktlich anwesend sein, sondern kann den jeweiligen Praxisbeginn so wählen, dass man mit seiner individuellen Praxis bis zum Ende der Einheit fertig ist.

Self Practice : Vor den Morgen – Mysorestyle Einheiten kann man auch schon früher zum Üben ohne Adjustments kommen. Dies ist für Übende, die noch vor der regulären Mysore Einheit beginnen wollen.Auch für alle Einheiten, die im Studio stattfinden, musst du rechtzeitig mit „Jetzt Teilnehmen“ anmelden um dir deinen Platz im Übungsraum zu reservieren. Achtung aufgrund der derzeitigen Bestimmungen gibt es nur eine sehr begrenzet Anzahl an Plätzen, melde dich daher bitte schon rechtzeitig an!

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Teacher

Gundi
Ich habe vor 15 Jahren mit Yoga begonnen. Schon damals ahnte ich, dass diese alte indische Weisheitslehre etwas ganz Besonderes für mich sein könnte. Nach langem Suchen und Ausprobieren verschiedener Yogaarten fand ich zu meinem Stil – zu Ashtanga Yoga. Ich wusste sofort - das ist es. Seit damals übe ich intensiv und ja, seit damals hat sich auch mein Leben und mein Denken verändert. Aber was ist es, das so stark ist, dass es mein Leben verändern konnte? Die Praxis: Der indische Yogameister Sri K. Pattabhi Jois sagt: „Practice, practice and all is coming“ oder „99% practice, 1% theory“.Eine ganze Bibliothek an weisen Büchern kann mir nicht das geben, was ich auf der Yoga-Matte durch stetiges Üben erfahre. Die Praxis erfordert „tapas“, Enthusiasmus und inneres Feuer, das uns motiviert, unsere geistigen Hindernisse und körperliche Trägheit zu überwinden. Ich werde oft gefragt , wie ich jeden Tag um sechs aufstehen und zwei Stunden Yoga machen kann? Das erfordert doch eine enorme Disziplin! Im Gegenteil. Wenn man etwas gerne macht, mit „tapas“, mit Enthusiasmus, dann ist es einfach pure Freude. Natürlich gibt es auch Tage, an denen ich müde und unausgeschlafen bin, doch wenn ich einmal auf der Matte stehe, ist alles andere vergessen. Auf der Matte zu stehen, heißt für mich auch, ein „Rendezvous“ mit mir selbst zu haben. Manchmal lache ich, manchmal weine ich, manchmal schaffe ich es auch, ganz ruhig zu sein. Die Praxis ist kraftvoll und intensiv, sie formt den Körper und trainiert die Muskulatur. Deswegen glauben auch viele, dass sie nur körperbezogen sei. Der Meinung bin ich nicht. Ashtanga Yoga ist sehr spirituell, vielleicht sogar die spirituellste Yogaform, die es gibt. Patanjalis achtgliedriger Pfad (Ashta = acht, anga = Glied) führt von ethischen Grundregeln über Körperpositionen zu Atemtechnik, Konzentration, Meditation bis hin zu Erleuchtung. Wenn wir alle acht Stufen durchlaufen, können wir ein harmonischeres Leben führen. Vielen bleibt dieser große Weg verwehrt. Auch ich stehe hierbei noch am Anfang, aber bereits der Sonnengruß ist ein erster Schritt in diese Richtung. Der Lehrer: Eine alte Zen-Weisheit sagt: „Wenn der Schüler bereit ist, erscheint der Lehrer“. Für mich war es Horst Rinnerberger, der genau zum richtigen Zeitpunkt in mein Yogaleben trat. Ich wusste bereits ein bisschen etwas über Yogapositionen, sogenannte Asanas. Bei meinem neuen Lehrer, da war ich mir sicher, hatte ich nun die Chance, viel tiefer in Yoga einzutauchen. Er sollte mir ja nicht nur Asanas beibringen können, sondern auch den geistigen Hintergrund dazu liefern. Mittlerweile kennt er mich schon recht gut, er weiß, wann ich bereit bin für die nächste Asana, den nächsten Schritt auf meinem Yoga-Weg. Er ist es, der mir meine Grenzen aufzeigt, wenn ich zu schnell unterwegs bin. Er ist es aber auch, der mich ermutigt, weiter zu gehen, mir mehr zuzutrauen, wenn ich wieder einmal an mir selbst zweifle. Ein Spruch von ihm bringt es auf den Punkt: „So, wie du auf der Matte stehst, stehst du auch im Leben.“ Die Auswirkungen: Durch das Stärken von Körper und Geist bin ich heute viel ausgeglichener. Meine Lebensfreude ist gestiegen, meine Zuversicht gewachsen und mein Ego vielleicht ein klein wenig geschrumpft. Yogalehrer zu sein, ist eine große Verantwortung, und ich habe mich erst nach vielen Jahren eigener Praxis und Erfahrung dazu entschieden. Aber vielleicht kann ich jetzt in dem einen oder anderen Schüler auch dieses „tapas“, dieses Feuer, entfachen, das in mir für Yoga brennt. Der große Yogameister Krishnamacharya hat gesagt: „Yoga ist Indiens Geschenk an die Welt“. Ich bin dankbar, dass ich dieses Geschenk erfahren darf.

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